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Nebenkosten beim Immobilienkauf

Wer eine Immobilie kaufen möchte, muss neben dem Kaufpreis und den Finanzierungskosten auch Nebenkosten für den Kauf berücksichtigen. Welche das sind und wie hoch diese sein können, berichten wir in diesem Artikel. Am Ende des Artikels findest du eine leicht nachvollziehbare Beispielrechnung.

 

Wer eine Immobilie als sein Eigenheim nennen möchte, muss beim Kauf gut kalkulieren. Neben dem Kaufpreis und den Finanzierungskosten kommen noch weitere Kosten auf den Käufer zu:

-       Grunderwerbsteuer

-       Notargebühren

-       (Amts-)Gerichtskosten

-       evtl. Maklerprovision

 

Grunderwerbssteuer

Die Grunderwerbsteuer wird von den Ländern erhoben und ist daher in den einzelnen Ländern auch unterschiedlich hoch. Die Spannbreite geht von 3,5 % bis 6,5 %. In der folgenden Übersicht siehst du die einzelnen Bundesländer mit den jeweiligen Grunderwerbssteuersätzen (Stand: 02/2021):

·       Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen: 6,5 %

·       Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern: 6,0 %

·       Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt: 5,0 %

·       Hamburg: 4,5 %

·       Bayern, Sachsen: 3,5 %

Ausschlaggebend für die Höhe der Steuer ist der Standort der Immobilie, bzw. des Grundstücks, das du kaufen möchtest.

 

Notargebühren

Grundsätzlich ist die Beurkundungsgebühr von demjenigen zu bezahlen, der die Beurkundung beauftragt. In der Regel ist dies der Käufer. Eine Teilung der Kosten zwischen Käufer und Verkäufer ist ebenfalls üblich. Vor dem Kauf erhalten die vertragsbeteiligten einen Entwurf der Urkunde. Dort ist auch die Aufteilung der Kosten genannt.

Die Höhe der Kosten sind etwa 1 % des Kaufpreises, zzgl. Sonstige Kosten (Porto, Auslagen, etc.) und zum Schluß noch die MwSt. von aktuell 19 %.

  

Gerichtskosten

Das Amtsgericht verlangt Kosten für die Eintragung einer Auflassungsvormerkung (1), Löschung der bisherigen Grundschuld (trägt in der Regel der Verkäufer), Eintragung einer neuen Grundschuld (trägt in der Regel der Käufer). Zudem kommen die Kosten für die Eingentumsumschreibung im Grundbuch. In der Regel schlägt dieser Kostenblock mit ca. 0,5 % des Kaufpreises zu buche.

 

Maklerprovision

Wird deine Immobilie von einem Makler angeboten, kommt zu deinen Kosten die Maklerprovision hinzu, sofern sie nicht vom Verkäufer allein getragen wird.

Die Höhe der Maklerprovision wird im Immobilienangebot ausgewiesen. Seit Ende 2020 gilt das Prinzip der Kostenteilung zwischen Verkäufer und Käufer (gem. Neuregelung § 656c BGB) für Wohnungen und Einfamilienhäuser. Die Maklerprovision beträgt üblicherweise zwischen 1,19 % und 4,76 % des Kaufpreises inkl. MwSt. für den Käufer.

 

Beispielrechnung

Angenommen, du hast eine Immobilie gefunden, die 300.000,- EUR kosten soll.


Kaufpreis

300.000,- EUR


Grunderwerbsteuer

 15.000,- EUR

(Beispiel: 5 % in Rheinland-Pfalz)

Notargebühren

   4.500,- EUR

(ca. 1,5 % des Kaufpreises)

Gerichtskosten

1.500,- EUR

(ca. 0,5 % des Kaufpreises)

Maklerprovision

10.710,- EUR

(Beispiel: Käuferprovision 3,57 % inkl. MwSt.)

Gesamtkosten

331.710,- EUR


In unserem Beispiel muss der Käufer bei Kauf 331.710,- EUR durch Eigen- und Fremdkapital finanzieren.

 

Wir hoffen, wir konnten dir hier einen übersichtlichen und interessanten Einblick geben über die Berechnung der Nebenkosten bei einem Immobilienkauf geben.


(1) Auflassungsvormerkung: Vor Eigentumsumschreibung wird die Auflassung im Grundbuch eingetragen (vorgemerkt) und sichert den schuldrechtlichen Anspruch des Kaufvertrags.  


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Autor: Daniel Benninger von und für www.digital-finanziert.de

Ludwigshafen am Rhein


 



   

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